Die größte Schande unserer Zeit


Freitag, den 17. Oktober 2008

2000 hungerten..... 830 Millionen Menschen
2006 hungerten......
850 Millionen Menschen und jetzt im Jahr
2008
hungern.........923 Millionen Menschen

Der Hunger von Millionen ist der größte Skandal unserer Zeit.

Für die Rettung der Banken sind in den letzten Tagen unvorstellbar hohe Summen locker gemacht worden.
Aber die Rettung von Menschenleben vor dem brutalen Hungertod soll unmöglich sein?

Schon vor zehn Jahren stellte die UNO fest, dass auf unserer Erde 12 bis 14 Milliarden Menschen satt werden können.

Es gibt nicht zu viele Menschen, es gibt für die heute 6,7 Milliarden nur zu wenig Gerechtigkeit.


Mehr als 2.000 Milliarden Dollar waren zur Abwendung der Finanzkrise in kurzer Zeit gesichert, aber die 30 Milliarden Dollar die nötig wären, um den Hungernden ein Auskommen zu sichern, bringen die Reichen immer noch nicht auf – trotz aller Versprechen seit Jahrzehnten.

Zur Erinnerung:
Für ihren Irak-Krieg haben die USA über 600 Milliarden Dollar verpulvert.
Der Hungerbeauftragte der UNO, Jean Ziegler, sagt seit Jahren, dass wir die Ärmsten nicht verhungern lassen, sondern sie in Wahrheit ermorden.


Kein denkender Mensch kann noch behaupten, dass der Hunger ein Naturphänomen sei.

Wir haben Billiarden Dollars, um Banken zu retten und Milliarden, um Kriege zu führen. Aber das Überleben von beinahe einer Milliarde Menschen sichern wir nicht.

Das knappe Geld reicht nur noch für die Reichen.

Aber die Slum-Bewohnerin in Nairobi oder der Tagelöhner in Kalkutta, die sich mit einem
Minikredit von 200 Dollar selbst aus ihrem Elend befreien könnten, wie durch Erfolge der Grameenbank in Bangladesch millionenfach bewiesen ist – diese Ärmsten der Armen lassen wir schändlich im Stich.

Friedensfähig ist diese ungerechte Welt sicherlich nicht.

Die Finanzkrise macht uns alle vielleicht ein bisschen ärmer, aber für beinahe eine Milliarde Menschen ist sie ein Kampf um Leben und Tod.

Und die Hungernden haben die aktuelle Krise mit Sicherheit nicht verursacht.

Übrigens: Am 16. Oktober war Welternährungstag!

Quelle: Franz Alt 2008


In der gegenwärtigen Form fördern Handel und Globalisierung den Hunger.

Die Staaten des globalen Nordens
( Amerika, Europa, !! Deutschland !! ) geben jedes Jahr Milliarden Dollar aus, um den Export ihrer landwirtschaftlichen Überproduktion zu subventionieren (d.h. finanziell zu unterstützen).

Dadurch ist heute auf einem afrikanischen Markt das subventionierte,
europäische Gemüse viel billiger, als das von den einheimischen Bauern und Bäuerinnen im Umkreis angebotene.

Millionen LandarbeiterInnen in Afrika sehen deshalb keine Chance mehr sich zu ernähren und versuchen mit letzter Kraft nach Europa zu fliehen, um irgendeine Arbeit für ein bisschen Essen zu finden.

Kommen sie dann in unser Land, verlangen wir auch noch von ihnen daß sie gefälligst unsere Sprache sprechen und unsere Kultur studiert haben.

Wenn wir nicht jetzt anfangen
die Absurdität unserer bestehenden Weltordnung zu bekämpfen, wird sich an diesen grausamen Zuständen nichts ändern.

Guten Appetit Deutschland !

Es lebe die Überproduktion und unverschämte Geldgier
der Kapitalistischen Staaten !


Es lebe die Deutsche Leitkultur !

Uli Freyberg,2008